Zwischenbericht: 4 Monate OmniOS als Datei- und Datenbankserver

OmniOS läuft jetzt seit 4 Monaten zuverlässig und performant auf meinem lüfterlosen Asus MiniPC PN 40 mit 8 GB RAM und Intel Celeron N4100 Prozessor. Ich werde das System weiter benutzen. Bislang bin ich sehr zufrieden.
Als reines Serverbetriebssystem lässt sich OmniOS sehr einfach und schnell einrichten. Die Administrationstools wie IPS und SMF sind sehr mächtig und gleichzeitig komfortabel zu bedienen. Für Server ist das ZFS Dateisystem eine sehr gute Wahl. Im Gegensatz zu Openindiana ist OmniOS sehr schnell und macht einen professionellen Eindruck. Auch IPS ist sehr flink.

Mittlerweile habe ich ein Update auf die Version 151038 vorgenommen. Die Updateprozedur verlief völlig reibungslos und schnell (das Update nahm weniger als 10 Minuten Zeit in Anspruch). Die Version 151038 ist ein LTS-Release und wird 3 Jahre lang mit Updates versorgt.

Bisher lief mein Datei- und Datenbankserver problemlos unter openSUSE. Aus meiner Sicht hat OmniOS gegenüber openSUSE die folgenden Vorteile:
  • sehr schnelle und einfache Installation des Betriebssystems
  • minimalistisches Betriebssystem: das Betriebssystem + Anwendungen belegt nur ca. 750 MB auf meiner Festplatte (openSUSE: ca. 3 GB)
  • schnelles und problemloses Updaten auf eine neue Betriebssystemversion (bei openSUSE gibt es häufig auch bei Minor-Updates kleinere Probleme)
  • die LTS Version wird 3 Jahre lang mit Updates versorgt (openSUSE max. 18 Monate, dann ist wieder ein zeitaufwändiges Update auf die nächst höhere Minorversion erforderlich z.B 15.2 auf 15.3)
  • ZFS ist integraler Bestandteil des Betriebssystems

Neben den Illumos Distributionen und Solaris gibt es noch FreeBSD wo ZFS im Betriebssystem integriert ist. Hier hat aber FreeBSD für mich keine Chance. Die Installation und Konfiguration von OmniOS ist wesentlich einfacher und komfortabler als bei FreeBSD. Aus Neugierde hatte ich mal einen Datei- und Datenbankserver unter FreeBSD eingerichtet ... das war eine absolute Quälerei, da das Betriebssystem nach der Installation (die nicht schwierig ist) völlig unbrauchbar vorkonfiguriert ist. Es ist dann stundenlange Konfigurationsarbeit angesagt ... OmniOS ist dagegen sehr sinnvoll vorkonfiguriert und schon nach 10 Minuten einsatzbereit.

Der Nachteil von OmniOS ist die schlechtere Hardwareunterstützung. Ich hatte aber bei meinen Rechnern mit Intel-Prozessoren keine Probleme.

Ich war bisher in der Lage, OmniOS auf folgenden Rechnern zu installieren:

Asus MiniPC PN 40
8 GB RAM
1 TB Western Digital M.2 SSD (SATA)
Intel Celeron N4100 Prozessor
Mainboard: ASUS PN40-BBC205MV
Intel HD Graphics 605
Intel HD Audio

Lenovo IdeaCentre
4 GB RAM
1 TB HDD
Intel Core i3-8100 Prozessor
Intel HD Graphics 630
Intel HD Audio

Acer Aspire Laptop
4 GB RAM
500 GB HDD
Intel Celeron N3450 Prozessor
Intel HD Graphics 500
Intel HD Audio




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